FoBi Web 2.0

Jedesmal, wenn ich über das Thema WEB 2.0 nachdenke, geschieht dies über einen anderen Einstieg, geht einen anderen Weg und kommt manchmal zu neuen Ergebnissen.

Was macht WEB 2.0 aus

  1. es ist ein Mitmach Netz
  2. es lebt davon, dass man/frau sich beteiligt und teilt
  3. es entwickelt sich fortwährend
  4. es wird kein WEB 3.0 geben

1. Mitmach Netz

Meist beschränkte sich in der Vergangenheit die Benutzung des Internet bei der größten Zahl der Benutzer auf das Lesen von Seiten sowie das Versenden und Empfangen von Email.
Wer hatte schon die Energie, den Willen und vor allem die Notwendigkeit, sich mit abstrakten Sprachen wie zum Beispiel HTML zu beschäftigen. Diese Sprache (hypertextmarkuplanguage) benötigt(e) man, um einen Seite im Internet zu erstellen.
Es sind zwar auch eine ganze Reihe von Homepages enstanden, aber sie bedürfen auch aufwendiger Pflege. Neuer Inhalt muss eingestellt werden, damit die Leser auch wiederkommen, dazu muss dann auch wieder HTML angepasst werden.
Das war für viele Seiten das “aus”. Sie stehen im Netz und das war es dann auch. Zu groß ist der Aufwand, dies mit mehr oder weniger komfortablen Editoren vom heimischen PC aus zu ändern.

Auf der anderen Seite, als Leser des Internet, gehen die meisten auf ihre Seiten und sehen dort nach, was an Interessantem für sie dort zu finden ist. Dort erwartet man natürlich immer neue und interessante Angebote. Findet man sie ein – zwei mal nicht, geht man vielleicht schon nicht mehr auf die Seite. Irdenwann ist sie vergessen und dann geht man folglich nicht mehr drauf.

Hier nun gibt es ein Instrument, welches einem diesen regelmässigen Besuch abnehmen kann. Ein RSS Reader. Das “RSS” steht für “real simple syndication” oder auch für “real simpe structure”. Es gibt dafür keine amtliche Abkürzung. Was ist die Funktion von RSS. das Symbol

Die aktuelle Version des InternetExplorers (7.0) hat ihn nun auch drin, Firefox hat ihn schon länger. Beide Browser können die Seiten, die man meist ansteuert, als sogenannte dynamischen Lesezeichen verwalten.
Das was sie verwalten, sind eben sie sogenannten RSS Feeds.
Sie sind eigentlich nicht besonderes (im Grunde sind sie HTML), sie werden bei Erstellung von neuem Seiteninhalt automatisch mit generiert.

Hat man als Leser auf seinem PC nun ein Programm, welches die RSS Feeds lesen kann, so schaut dieses regelmässig nach, ob sich auf der Seite etwas getan hat. Der Leser muss nicht mehr auf der Seite nachsehen, das Programm macht das für ihn.
Auf diese Art kann man immer am Ball bleiben, ohne die Lieblingsseiten händisch ansteuern zu müssen.

Nutzt man dynamische Lesezeichen, kann es nicht mehr passieren, das man/frau etwas neues, was auf einer wichtigen Seite erscheint, verpasst.
Ganz auf der sicheren und komfortablen Seite ist man, wenn man ein Programm benutzt, welches in der Lage ist, dieses RSS-Feeds zu verwalten und zudem noch einiges an Funktionen bereit stellt.

Beispiele für RSS: Spiegel, ZEIT, Abendblatt , ARD, ZDF [RSS Nachrichten]

Anmerkung: den Printmedien laufen die jungen Leser davon. Diese informieren sich im Internet und nicht mehr primär über die klassichen Medien. Darum auch bieten immer mehr print und natürlich elektronische Medien ihren Inhalt auch als RSS Feed an. Die traditionellen Internetportale machen dies mittlerweile sowieso.
Natürlich hat auch diese Seite einen RSS-Feed, was man an dem Symbol
das Symbol in der Adressleiste erkennen kann.Wenn diese Seite als dynamisches Lesezeichen verwaltet, ist man immer über Änderungen informiert (siehe Bild).

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2a. Man/Frau beteiligt sich

Wenn man von WEB 2.0 spricht, dann stellt sich die Frage was ist WEB 1.0?
Das WEB 1.0 ist das, was man bisher kannte, ein InterNetz in dem man vor allem Zuschauer sein kann. Mit Mühe mit Aufwand und mit etwas Geldeinsatz konnte man sich aktiv am Internet beteiligen und zum Beispiel eine eigene Seite gestalten und ins Netz stellen.

Das WEB 2.0 hat unter anderem die Eigenart, dass viele Angebote darin vorhanden sind, die es jedem ermöglichen, seinen eigenen Inhalt ins Netz zu stellen.
Ohne viel lernen zu müssen, ohne Software beschaffen zu müssen und ohne den Einsatz von Geld. Sogar ohne eigenen PC ist es möglich, man muss nur in ein Internet-Cafe gehen und sich dort an einen PC setzen. Schon kann man das Internet für 2,50€ die Stunde mit gestalten.

Man muss sich lediglich anmelden und kann dann nach der Anmeldung Inhalte ins Internet stellen. Was hier nicht weiter erörtert wird, ist die Tatsache, dass die Anbieter dieser geldwerten Leistungen sich mit gezielter Werbung versuchen sich zu refinanzieren. Das Anliegen ist durchaus legitim, man muss nur wissen, das alle Daten, die man ihnen zur Verfügung stellt, weiter genutzt werden.
Also Vorsicht bei der Weitergabe persönlicher Daten!

Beliebte Plattformen, um den eigenen Inhalt ins Netz zu stellen sind zum Beispiel:

  • allgemein für Text: einen sogenannten Blog (Web Tagebuch) kann man sich auf BLOGGER einrichten.
  • für Fotos: alle seine Urlaubsbilder, Blumenfotos kann man z. Bsp. bei flickr einstellen.
  • Wissen weitergeben kann man: in einem WIKI, am bekanntesten ist WikiPedia
  • … lässt sich noch sehr viel weiter erweitern

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2b. Man/Frau teilt – das sociale Netz

Damit, dass man/frau Inhalte ins Netz stellt, können auch sehr viele andere Leser auf den Inhalt zugreifen und können potentiell auch dazu Stellung beziehen.
So wie zum Beispiel dieser Text, der weltweit gelesen und kommentiert werden kann. Damit kann sich jede Person einbringen, damit kann jeder Verein seine Trainingstermine ins Netz stellen, damit kann jede Kleinstadtbühne ihr Repertoire vorstellen … (Kosten 0€).
Damit kann aber auch jeder auf Probleme aufmerksam machen. Sei es, dass sein Fluss verschmutzt, seine Straße aufgerissen oder sein Land besetzt wird.

Das ist die eine Dimension – man teilt sein Anliegen anderen mit und es kann sich ein Prozeß daraus entwickeln.

Die andere Dimension ist die, dass man aktiv faktisches Wissen anderen zur Verfügung stellt und von dem Wissen anderer profitieren kann:

  • WIKIs wurden schon angeführt. Jeder ist in einem WIKI dazu aufgerufen, sein Wissen zu “verschriften” und anderen damit zur Verfügung zu stellen.
  • Unterrichtsmaterial: jeder, der sich für seinen Unterricht Material erstellt hat (EXCEL Tabellen, PowerPoint Präsentationen, PDF-Dokumenten) kann diese im Netz ablegen. Sie bekommen ein paar Stichworte und damit kann jeder, der Material sucht, sie finden und nutzen. Youtube kennt jeder, TeacherTube vermutlich nicht so viele. Dort kann jeder Material einstellen und herunterladen.

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3. es entwickelt sich fortwährend

Dazu kann man eigentlich nichts weiter ausführen. Das WEB 2.0 ist jeden TAg anders, weil es sich immer weiter entwickelt, weil forwährend Neues entsteht. Wer versuchen will, diese Entwicklungen mit zu bekommen, kann dies natürlich komfortabel per RSS oder auf Google Alert tun.

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4. es wird kein WEB 3.0 geben

Die Benennung WEB 2.0 ist der Versuch, eine Phänomen in Worte zu fassen. Das Internet wird sich weiter verändern und es wird darüber anders genannt werden.

  • vielleicht heißt es dann 2PN (permanent present net), weil wir auf allen mobilen Geräten immer darauf zugreifen können.
  • GBN (global net assistance), weil wir immer auf die Leistungen auf dem Netz zugreifen können.
  • das verständige Netz: umgangssprachliche Anfragen werden verstanden. Es könnte sein, dass die Suchmaschinen im Internet mich verstehen, wenn in meinen Sprache frage.
  • WEB 3.0 ist nicht “cool”

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Datum: Dienstag, 6. Mai 2008 19:54
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